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02.07.2018, 23:19 Uhr
CDU: Landesregierung handelt bei City Campus gegen die Interessen der Stadt
Die Absage der Landesregierung, einen City Campus auf den Weg zu bringen, ist ein Affront gegen die Interessen der Hochschul- und Stadtentwicklung in Ludwigshafen. „Mit sehendem Auge gehen wir einer Fehlentwicklung entgegen“, erklärt Dr. Peter Uebel als Fraktionsvorsitzender der CDU. Ein Hochschulstandort, der nicht optimal ist, wird hier auf Biegen und Brechen durchgesetzt. Die Hochschule ist dringend auf eine bauliche Erweiterung angewiesen. Jedoch ist der bisherige Standort an der Ernst-Böhe-Straße wenig attraktiv, während sich in der Innenstadt viele Leerstände mit potentiell nutzbaren Immobilien anbieten. Ähnlich dem jetzigen Umbau des neuen TWL- oder Pfalzwerke-Gebäudes mit zusammen über 1000 Arbeitsplätzen kann auch eine neu nutzbare Immobilie im Zentrum in einem absehbaren Zeitraum gebaut werden. „Die Landesregierung beharrt hier auf einer nicht mehr aktuellen Interessenlage. Deswegen ist die Initiative der IHK-Tischrunde zu begrüßen und wir haben sie von Anfang an unterstützt“, so Uebel weiter.
„Für die Entwicklung unserer Innenstadt wäre dies ein Meilenstein. 4500 Studenten würden das innerstädtische Bild prägen und eine neue Infrastruktur mit Einzelhandel und Gastronomie mit sich bringen“. Für die Hochschule wäre es sowohl seitens der guten Verkehrsanbindung als auch der Attraktivität ein enormer Standortvorteil. Zugleich würden für die Wirtschaftsentwicklung und Start- up Unternehmen neue, nutzbare Areale an der Technologiemeile in Mundenheim zur Verfügung stehen. Auch dies wäre eine wünschenswerte Entwicklung bei knappen Gewerbeflächen.

„Die Landesregierung hat rund 10 Jahre gebraucht, um die Baumaßnahmen voranzubringen,“ erklärt Marion Schneid als Landtagsabgeordnete und wissenschaftspolitische Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion. „Bei einem solch langen, nur schwer nachvollziehbaren Zeitraum, muss immer wieder die Planung hinterfragt werden. Wir erwarten eine Rücknahme der Entscheidung und zügige Neuplanung in der Innenstadt. Dies darf dann aber nicht auf dem Rücken der Studierenden ausgetragen werden, die dann wieder viele Jahre auf einen Neubau warten müssen“, so Schneid abschließend.