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06.10.2014, 13:11 Uhr
Schulbuchausleihe / Sprachkurse: Landesregierung lässt Stadt im Stich
Die Kritik vieler Schulleiter am System der Schulbuchausleihe ist berechtigt. „Allerdings verwundert es doch sehr, dass die SPD hier die Verwaltung angreift anstelle sich im Bildungsministerium dafür stark zu machen, dass die Finanzierung der Schulbuchausleihe in den Kommunen gesichert ist.“, so Marion Schneid, MdL und stellvertretende Vorsitzende der CDU-Stadtratsfraktion.
Es hat sich gezeigt, dass die Verwaltungskostenpauschale pro Schulbuch vom Land zu gering ist. Dies gilt besonders in den großen Städten, also auch in Ludwigshafen, wo ein riesiges Ausleihvolumen zu bewältigen ist. Wenn die Ausleihe vor Ort reibungslos laufen soll, dürfen die Kosten für zusätzlichen Einsatz der Schulsekretariate nicht bei der Stadt hängen bleiben! Die hier entstehenden zusätzlichen Kosten belasten den städtischen Haushalt mit einem sechsstelligen Betrag.
 
Auch für die Sprachkurse bzw. Sprachvorkurse sind das Bildungs-, Integrations- und Sozialministerien im Land zuständig. Ludwigshafen hat im Gegensatz zu vielen anderen Kommunen eine konstante Zuzugsquote von Familien mit Kindern unterschiedlichen Alters, hinzu kommen viele Asylbewerber- und Flüchtlingskinder. All diesen Kindern muss es möglich sein, vor Schuleintritt oder zumindest parallel dazu an Sprachkursen teilnehmen zu können, um überhaupt eine Chance zu haben, dem Unterricht zu folgen. „Diese Situation haben wir in vielen Anträgen und
Anfragen in den betroffenen Ausschüssen und Plenarsitzungen immer wieder thematisiert. Hier muss dringend Geld in die Hand genommen werden. Die Schulen sind trotz hohem persönlichem Engagement am Anschlag.“ , so Marion Schneid, „Wir fordern die SPD vor Ort auf, sich endlich bei ihren Kollegen in den Ministerien dafür einzusetzen, dass nach Ludwigshafen eine bedarfsgerechte Unterstützung und die notwendige Finanzierung dafür fließen!“